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Dance of Urgency @ frame[o]ut: Rituals

19.07.2019 bis 19.07.2019 - Hof 1 / MQ Haupthof
Veranstalter: MQ Kulturmieter:innen

Dance of Urgency @ frame[o]ut: Rituals

FREIER EINTRITT, KUNST, FILM & DIGITALE KULTUR


Im Rahmen der Ausstellung DANCE OF URGENCY im frei_raum Q21 exhibition space präsentiert Kurator Bogomir Doringer ausgewählte Arbeiten zum Thema Musik und Tanz als Form von politischem Aktivismus.

►21:00
Einführung von Bogomir Doringer (Kurator)

Dance of Urgency

Jeder Art von Tanz liegt eine Symbolik zugrunde. Tanz kann eine Form von Socializing sein, eine Kunstform und/oder Ausdruck ritueller Praktiken. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der „Rave-o-lution“ im März 2018 vor dem georgischen Parlament in Tiflis, den anti-faschistischen Protesten in Berlin und antiken dionysischen Ritualen, und warum kommt der Soundtrack zu diesen Ereignissen von Drums von AfroamerikanerInnen? Inwieweit spiegelt die Tanzkultur in Clubs die aktuelle gesellschaftspolitische Situation und den Kampf von Einzelpersonen oder Gruppen wider? Die Ausstellung versucht, eine Definition für „Dance of Urgency“ zu finden, die auf jenen Emotionen beruht, die aus persönlichen und kollektiven Krisen entstehen.

►21:20
Partizipative Performance PAINTED EARTH und Videos von STUDIO MONIKER

PAINTED EARTH ist ein Malinstrument, mit dem das größte Gemälde entstehen könnte, denn die Welt ist die Leinwand. Via Handy-App, die von STUDIO MONIKER entwickelt wurde, können BesucherInnen ein Bild malen, und zwar im Gehen.

► 22:20
"Dance of Urgency" von UNDERGROUND RESISTANCE und Filmessay THE POLITICS OF ECSTASY (2019, R: Chiara Baldini & Rafael Kozdron)


Cornelius Harris und Mark Flash gehören zum historisch bedeutsamen Detroiter Musikerkollektiv Underground Resistance (UR), das seit 1989 vorwiegend grungemäßigen Detroit-Techno macht. UR ist auch für seine politisch militante, konzernkritische Gesinnung bekannt. Für die Ausstellung haben Harris und Flash eigens einen Video-Essay geschaffen, der uns wie im Zeitraffer durch 400 Jahre musikalischen Widerstand der Afro-Amerikaner*innen, wie man sie heute nennt, führt. Die Musik reicht von Trommeln, die in den USA umgehend verboten wurden, als klar wurde, dass mit ihnen kodierte Botschaften übermittelt werden konnten, bis hin zu Gospelsongs, welche die Flucht Mose aus Ägypten als Code für eine mögliche Flucht aus der Sklaverei verwendeten. Weiter geht es mit Musik, die den Hintergrund für die Bürgerrechtsbewegung, Techno und die UR selbst lieferte. Man erkennt, dass Musik und Sound in den USA untrennbar mit Freiheit verbunden sind – und nicht nur in den USA. Das Video zeigt die Triumphe und Tragödien des Dance of Urgency von damals bis heute.

Chiara Baldini und Rafael Kozdron übersetzten Baldinis Essay The Politics of Ecstasy in eine Videoarbeit über den sogenannten „Bacchanalienskandal”, im Zuge dessen im alten Rom 186 v. Chr. die Bacchusfeste verboten wurden. Das Video zeigt sublime sinnliche Filmaufnahmen aus diversen Archivbeständen. Der Sound verbindet sich mit einer die Fantasie des Betrachters anregenden Stimme aus dem Off.


► 22:40
LUCKY PEOPLE CENTER INTERNATIONAL (1998, R: Johan Söderberg, Erik Pauser, 85min)


In Anwesenheit von MONIKER und Bogomir Doringer (Kurator)

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